Deutschland unterstützt Weltgesundheitsorganisation
Lauterbach: WHO ist unverzichtbar
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Deutschland unterstützt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit weiteren 2 Millionen Euro. Das gab Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach auf einer Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums zu den Herausforderungen der internationalen Gesundheitspolitik im WHO Hub am 2. April 2025 in Berlin bekannt. Damit reagiert Deutschland auf den Rückzug der USA aus der Gesundheitsorganisation und den Einsparungen bei der Entwicklungshilfe. Die neue US-Regierung hatte beschlossen, aus der WHO auszutreten und ihre Unterstützung für das UN-Aidsprogramm (UNAIDS) vorerst einzustellen.
Die Weltgesundheitsorganisation steht vor einer der größten Herausforderungen seit ihrer Gründung. Der Rückzug der Vereinigten Staaten aus der WHO gefährdet nicht nur die finanzielle Stabilität, sondern auch die multilaterale Zusammenarbeit in der globalen Gesundheitsarchitektur. Die WHO reagiert klug und will sich in Zukunft stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Trotzdem fehlen auch dafür in Zukunft Geld und Expertise. Deshalb stockt Deutschland seinen Beitrag zur WHO auf und unterstützt die Organisation in dieser schwierigen Zeit. Die Weltgesundheitsorganisation ist unverzichtbar – für weltweite Gesundheitsüberwachung, Pandemieprävention, Krankheitsbekämpfung und den gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die Arbeit der WHO ist damit auch für das deutsche Gesundheitswesen zentral.
Die Partnerschaft zwischen Deutschland und der WHO ist ein Gewinn für Deutschland und die Welt. Deutschlands Unterstützung hilft der WHO, Gemeinschaften vor Krankheitsausbrüchen zu schützen, lebensrettende Leistungen für von humanitären Krisen betroffene Menschen zu erbringen, und die Grundlagen der Gesundheitssysteme zu stärken. Deutschlands weltweites Engagement war ebenfalls entscheidend bei den Bestrebungen der WHO im Sinne einer nachhaltigeren Finanzierung, damit sie ihrer Aufgabe, die Gesundheit für alle zu fördern, gerecht werden kann.
Die zusätzlichen Mittel für die WHO summieren sich mit den geleisteten deutschen Beiträgen auf 317 Mio. USD für 2024/2025 (bestehend aus Pflichtbeiträgen und freiwilligen Beiträgen). Parallel zu den Finanzproblemen stehen in der WHO Strukturreformen an. Deutschland drängt darauf, die Rolle der Weltgesundheitsorganisation in ihren Kernfunktionen zu stärken.
Livestream vom 2. April 2025 „Global Health in Transition 2025: Challenges, Opportunities, and the Future of the WHO“:
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